ELIAS KAFOUROS
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THE IMAGE IS UNSUSTAINABLE

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7.11 – 21.12.2013
Aussagen eines kosmischen Bewusstseins sind verwoben in den Referenzen und dem Vokabular von Massenmedien. Elias Kafouros’ (geb. 1978) fein detaillierte Kompositionen zeigen Figuren wie Gurdjieff, den Kapitän der Titanic (!) und den Oberst Gaddafi (!!), die mit Feder und Tinte in Mandalas verflechtet sind, die sowohl der tibetischen Tanga Malerei ihre Existenz verdankt, als auch den Novellen von Douglas Adams und William Gibson. Können gemalte Werke, die in einer Galerie hängen, in eine temporäre autonome Zeit umgewandelt werden, welche die ermüdende oder zynische Realität unserer Zeit überschreitet?
Kafouros zeigt eine enge Verbindung zu dem Malstil der kalifornischen Schule (Joe Coleman, Robert Williams, und dem Juxtapoz magazine). Er teilt die Nach- Hippie Schwärmerei mit einigen seiner Repräsentanten. Während er dieses tut, stellt er diesem Malstil eine planetarische Größenordnung entgegen und eine beispiellose Religiosität, während die kalifornische Schule sich mehr mit den ‚Hollywood-Elementen’ beschäftigt.
Zu einer Zeit, in der die berühmtesten Künstler seiner Generation ein Doppelleben führen, in denen sie sich der ‚street art’, dem neuen Medienliebling, verpflichten und qualitative Avantgarde Kunstwerke für große Galerien fertigen, hat Kafouros sich nicht beirren lassen und ist einer Maltradition treu geblieben, welche seltsamerweise klassisch und futuristisch zu gleich ist.
Nach einiger Zeit in der Wildnis, zeichnend, malend und insbesondere gestaltend, hat sich Kafouros einer kritisch genauen Prüfung unterzogen und sich diesmal, in einer karikierenden Pop Gestalt wieder gefunden. Auch wenn zwei Jahrhunderte der Fotografie die Darstellung bedeutungslos gemacht haben, so bleiben die alten Vorbehalte doch bestehen. Aus dem selben Grund ist wohl auch Kaforous Werk, dessen figurative Elemente sich im unendlichen Raum ausbreiten, gegen diese Art der Kritik immun; ähnlich wie die östliche Kunst.
Obgleich seine Werke starke Züge der Meditation und Selbstdisziplin beinhalten, müsste man sie der Kategorie Pop zuordnen.
Jedes einzelne Werk von Kafouros bestätigt einen lang gehegten Verdacht: Der Planet befindet sich in einem seltsamen Wandel. Um die Wahrheit zu sagen, die Wirklichkeit wirkt immer weniger real.
Man bekommt das Gefühl, als würde der Künstler lieber Ende der sechziger Jahre leben wollen, als in unserer zynischen Jetzt-Zeit und uns deswegen mit seinem Werk eine Vorahnung dessen vermittelt, was in der Zukunft alles auf uns zukommen könnte...
Thanasis Moutsopoulos


Statements of a cosmic consciousness are interwoven into an infinitude of references to the vocabulary of mass culture. Elias Kafouros’ intricately detailed compositions weave figures like gurdjieff, the captain oft he titanic (!) and Colonel Gaddafi (!!) into pen and ink mandalas which owe as much to tibetan Thanga painting as they do to the novels of Douglas Adams and William Gibson. Can painted works, in a gallery, be transformed into a temporary Autonomous Zone which transcendes the wearisome (or cynical) reality of our age? Kafouros displays close ties with the painterliness of the California school (Joe Coleman, Robert Williams, Juxtapoz magazine) and shares the post-hippy ecstasy of some of ist exponents, while juxtaposing a more planetary dimension and unprecedented religiosity on the school’s more ‚Hollywood’ elements. At a time when most successful artist of his generation are living a double life in which ‚street art’, the new media darling, is combined with avant-garde work for ‚high’ galleries, he has kept his head and remained true to a painting tradition that is a paradoxically classical as it is luridly futuristic.
After a period in the wilderness, drawing, painting and figuration in general have shrugged off the critical scrutiny to find themselves back into fashion, this time in a cartoony, Pop form. Still, the old reservations – two centuries of photography have rendered representation quite meaningless“- remain valid. Like Eastern art – and for the same reasons – Kafouros’ work may be immune to this particular critism as its figurative elements diffuse into an infinite space. His work bears the effortful mark of meditation and self- discipline while remaining almost totally Pop. Every one of Kafouros’ works confirms a long-held suspicion: that the planet is experiencing a strange effervescence. Truth be told, reality’s looking less and less real. You get the feeling the artist would rather be living at the turn of the Sixties than in this cynical age of ours, though you sense, too, that he has already caught wind oft he changes the 21st – and, perhaps, even the 22nd- century have in store for us...
Thanasis Moutsopoulos

Elias Kafouros ( → Artist Website)
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