CHRISTINA CALBARI
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SUSPENDED

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Françoise Heitsch zeigt in der Ausstellung „Suspended“ von Christina Calbari (* 1975) Zeichnungen, die um das Thema unserer dunklen und nicht verarbeiteten Kindheit kreisen. Die Bilder behandeln existentielle Themen, in denen Calbari mit einer scheinbaren Naivität versucht, das Trauma, die Angst, den Druck und den Zwang aufzulösen.
Die enigmatischen Bilder Calbaris vermitteln uns eine vertraute Vergangenheit, die aber gleichzeitig seltsam anmutet. Hier wird der Betrachter mit dem privaten Geflecht seiner Erinnerungen konfrontiert. Die zärtlichen und oberflächlich lustigen Darstellungen verstecken die verzweifelte Spannung der Gefühle der Kinderpsyche. Wir werden bei den Arbeiten von Calbari mit einem Geschöpf konfrontiert, das aussieht wie ein Kind, aber in Wirklichkeit ist es ein uns fremd gewordener Teil unseres eigenen Ichs, das wir unterdrückt haben. Ein einsames Ich, zerdrückt vom Gewicht der kindlichen Apathie, die es immer noch mit sich trägt.
Calbaris Bilder stellen immer diese doppelt Erfahrung der Wirklichkeit dar: hinter der Freude wartet die Angst, die scheinbare Freiheit wird durch Regeln vereitelt, in den Windungen der Unschuld wartet die Gefahr. Und die Anpassung an die Gesellschaft scheint unvermeidbar.

Christina Calbari ( → Artist Website)
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